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system_kgs. Digitales Publizieren für die kunstgeschichtliche Lehre im Internet

Die Bandbreite an Möglichkeiten, Multimediatechnologien und das Internet in die Lehre der Universitäten und Hochschulen einzuführen, ist in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen. Immer öfter werden Informationen zu Forschung und Lehre im Netz angeboten und ganze Studieneinheiten multimedial aufbereitet, um begleitend in der Lehre eingesetzt zu werden. Nun bemüht sich der Verein Kunstgeschichte.de - Gesellschaft für Kunst und Kommunikation e. V. (Frankfurt/M., www.kunstgeschichte.de), mit dem Projekt system_kgs (am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin) den »medialen Brüchen« bei der Informationsverteilung in der »Präsenzlehre« abzuhelfen. Ziel ist die Entwicklung eines technisch-logistischen Verfahrens zur Verwaltung kunstgeschichtlicher Inhalte im Internet (Content Management System), das Lehrenden, Studenten und weiterem Institutspersonal erlaubt, über einfache Eingabeformulare zeit- und ortsunabhängig digitale Bilder, Texte, Videodaten u. a. zu verteilen und auszutauschen.

Bisher wurden insbesondere Module entwickelt, welche die Informationsverteilung nach außen und die Unterstützung der Präsenzlehre verbessern sollen. Das Modul Schwarzes Brett/Newsletter ermöglicht z. B. die Veröffentlichung von Kurzmeldungen auf der Internet-Einstiegsseite eines Seminars und folgt den Gewohnheiten redaktionellen Publizierens. Die Funktion Private Homepage gestattet über einen personalisierten Zugang die eigenständige Darstellung von Forschungsergebnissen, Publikationen und Rahmeninformationen. Über das Modul Studienbegleitende Materialien können Lehrende und Studierende veranstaltungsrelevante Dokumente (Thesenpapiere, Protokolle) auf den WWW-Seiten eines Seminars zur Verfügung stellen und gemeinsam bearbeiten. Die Lightbox, ein virtuelles Dia-Leuchtpult, liefert vorab einen Eindruck von Lichtbildpräsentationen. Die gemeinsame Erstellung von Dokumenten wird durch das »WiKi-System« ermöglicht. Damit können Referate oder Aufsätze gemeinsam erarbeitet, mit zusätzlichen Dokumenten versehen und kommentiert werden. Ein Bulletin-Board und ein Chatsystem fördern Arbeitsgruppen. Technisch basiert das system_kgs auf im Internet verfügbaren, quelloffenen Programm- und Datenbankkomponenten, die lizenzfrei auf der Grundlage des GPL-Modells (GNU General Public License, www.gnu.org) eingesetzt werden können. Gefördert wird das Projekt durch das Multimedia-Förderprogramm der Humboldt-Universität.


Literatur

Th. Lackner, I. Reichle, Von der statischen Präsentation zur dynamischen Interaktion: Über die Integration www-basierter Informationssysteme in den Lehr- und Forschungsalltag kunstgeschichtlicher Institute, in: Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie, Konferenzband Berlin 2001, S. 41-47 »

Th. Lackner: Logistik statt Inhalt. Zu aktuellen Konzepten der Wissensorganisation in der digitalen Kunstgeschichte. In: Kritische Berichte 1/2002, S. 57-78. »
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©2003 kunstgeschichte.de | impressum
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zusammenfassung · Unter der programmatischen Betitelung system_kgs entsteht am Kunstgeschichtlichen Seminar der Humboldt-Universität zu Berlin ein Content Management System, welches sich der www-basierten Unterstützung der Präsenzlehre widmet. Der folgende Text fasst in einigen Sätzen die wesentlichen Teilmodule und bildungspolitischen Hintergründe zusammen, die die Arbeit am system_kgs bedingen.